Karpaltunnelsyndrom (CTS)

Das Karpaltunnelsyndrom wird durch eine Kompression des N. medianus im Handgelenk verursacht. Zumeist entsteht das Karpaltunnelsyndrom wegen einer Gewebeschwellung durch Überlastung oder Entzündung.

Symptome:

  • Schmerzen im Daumen, Zeige- und Mittelfinger
  • Missempfindungen (Einschlafen, Ameisenlaufen) im Daumen, Zeige- und Mittelfinger, ausstrahlend in den Arm
  • Muskelschwund im Bereich des Daumenballens
  • Schwäche beim Zupacken, insbesondere im Daumenbereich
  • Minderung des Tastgefühls

Häufig treten die Symptome nachts auf! Das liegt an der Ruhigstellung und am Druck auf den Medianus Nerv durch eine Beugung des Handgelenks oder durch das Liegen auf dem Arm.

Konservative Therapie:

  • Ruhigstellung
  • Schienenversorgung mit einer Nachtlagerungsschiene
  • Haltungsschulung

Operative Nachbehandlung:

Bei einer notwendigen Operation wird das Band, welches den Carpaltunnel auf der Handvorderseite überspannt, durchtrennt. Dadurch entsteht mehr Platz für die Sehnen und den Nerven.

1.-14. Tag post-op:

  • Wunde trocken und sauber halten
  • Verhindern von Ödemen und Wundheilungsstörungen
  • Entstauende Maßnahmen
  • Aktive Bewegungsübungen der Fingergelenke ohne Belastung
  • Erarbeiten/Erhalten der Fingerbeweglichkeit
  • Gegebenenfalls Schienenversorgung

Ab 14. Tag post-op:

  • Fadenzug
  • Faustschluss sollte möglich sein
  • Narbenbehandlung
  • Sensibilitätstraining
  • Manuelle Therapie
  • Kraftaufbau

Veronika Parzl

Veronika Parzl