Musiker

Der Musikerberuf ist in geistiger, physischer und psychischer Hinsicht ein Hochleistungsberuf. Unter diesem Aspekt kommt es häufig zu Überlastungssyndromen. Vor allem Geiger und Pianisten laufen Gefahr, unter verschiedenen Formen der Epicondylitis zu leiden.

Die handtherapeutische Behandlung ist für den erkrankten Musiker nur eine von einer Vielzahl möglicher und notwendiger Behandlungsbereiche. Zu den Methoden in der Handtherapie gehören zu Beginn die Haltungskorrektur der oberen Extremitäten.

Des Weiteren sind Entspannungs- und Anspannungsübungen notwendig, sowie der ganz gezielte Kraftaufbau mit den bekannten Techniken aus der Handtherapie (DigiFlex, Therapiekitt, Thera Band, Extensionstrainer usw.).

Die Epicondylitis wird mit den Techniken der manuellen Therapie z.B. nach Cyriax, mit thermischen Anwendungen, mit Ultraschall und/oder Elektrotherapie, mit verschiedenen Dehnungs- und Massagetechniken, sowie mit der Unterstützung von Epicondylitisspangen und/oder Schienen/Bandagen behandelt. Um eine Schmerzfreiheit als langfristiges Ziel zu sichern, ist auch hier ein auf die Problematik abgestimmter Kraftaufbau und somit die Stabilisierung der oberen Extremität absolut notwendig.  

In besonderen Fällen werden eine Versorgung und Anpassung von Hilfsmitteln erforderlich. Die Schienenherstellung unterstützt die Stabilisierung der Finger- und Handgelenke und/oder die Entlastung verschiedener Muskelpartien. Diese dürfen den Musiker jedoch keineswegs in seiner Bewegungsfreiheit einschränken.

Hier gelangen Sie zu meinem Fachartikel über Epicondylitis bei Instrumentalisten aus der klassischen Musik, veröffentlicht im Juni 2010, Zeitschrift für Handtherapie, Jahrgang 13, Heft 1.

Veronika Parzl

Veronika Parzl